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Einsteins Longines-Uhr tickt im Historischen Museum Bern

Die umfassendste und aufwändigste Ausstellung über Albert Einstein, die es je gab, wird vom 16. Juni 2005 bis 17. April 2006 in der Schweiz im Historischen Museum Bern gezeigt. Albert Einstein, vom Time Magazine zur «person of the century» des 20. Jahrhunderts erklärt, lebte 1902–1909 in Bern. Diese Zeit gilt als die fruchtbarste seines Forscherlebens. Einsteins Longines-Taschenuhr wird in der Ausstellung zum ersten Mal gezeigt – ein beredter Hinweis auf die Tatsache, dass Einstein mit seiner Relativitätstheorie das Wissen über die Natur der Zeit revolutioniert hat.

Der Bedeutung Einsteins verpflichtet, richtet sich die Ausstellung an ein internationales Publikum. Auf über 2500 m2, verteilt auf zwei Geschosse, wird ein Gesamtbild von Einsteins Persönlichkeit vermittelt. Der grosse Physiker war Weltbürger jüdischer Herkunft, mit schwäbischen Wurzeln und einem Schweizerpass. Im ersten, biographischen Teil wird Einsteins Lebensweg von Ulm über München, Zürich und Bern nach Berlin und Princeton im grossen Kontext der Weltgeschichte nachgezeichnet. Wie kein zweiter widerspiegelt Einstein die prägenden Ereignisse und Strömungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung in Bern inszeniert Stimmungsräume, welche das jeweilige Zeitgefühl vermitteln mit Originalobjekten, Filmen, Dokumenten und Faksimiles.

Im zweiten Teil der Ausstellung werden Einsteins physikalische Theorien anschaulich vermittelt. So schwer vorstellbare Phänomene wie die Krümmung des Raumes und die Dehnung der Zeit werden hier Schritt für Schritt erklärt. Zu den Höhepunkten zählt eine interaktive Installation der besonderen Art: die virtuelle Fahrt mit dem Fahrrad durch Bern mit bis zu 99% Lichtgeschwindigkeit. Moderne Computertechnologie macht sichtbar, was Einstein zwar theoretisch erkennen, aber nicht sehen konnte. Der Weg von Einsteins Wohnhaus zu seinem Arbeitsort am Patentamt wurde dafür detailgetreu als 3D-Modell nachgebildet und auf eine Kinoleinwand projiziert. Beim Fahren werden die optischen Verzerrungen sichtbar, die sich einstellen, je mehr man sich der Lichtgeschwindigkeit annähert.

Der prominente Platz für Einstein’s Lognines-Uhr
Im zweiten Teil der Einstein-Ausstellung nimmt Albert Einstein’s immer noch funktionstüchtige Longines-Taschenuhr einen prominenten Platz ein, symbolisiert sie doch die Tatsache, dass Einstein mit seiner Relativitätstheorie das Wissen über die Natur der Zeit revolutioniert hat. Zeit – so lehrt uns Einstein – ist keine absolute Grösse, sondern verhält sich relativ zur Geschwindigkeit. Spürbar langsamer vergeht die Zeit allerdings erst nahe der Lichtgeschwindigkeit – in seinem Alltag dürfte Albert Einstein am steten Takt seines Longines- Zeitmessers seine Freude gehabt haben.

Da bei Longines über jede Uhr, die das Werk verlässt, minutiös Buch geführt wird, lässt sich sagen, dass Einsteins Uhr am 6. September 1943 im Longines-Werk in Saint-Imier hergestellt und am 29. Januar 1946 der Bijouterie Stahel in Zürich in Rechnung gestellt wurde.

Einstein hatte die Uhr seinem ältesten Sohn Hans Albert weitergegeben. Dessen Witwe Elizabeth Roboz überreichte sie dem Schweizer Diplomaten Henry E. Bovay als Dank für seine Verdienste um das Andenken ihres Schwiegervaters. Bovay bekundete sofort die Absicht, das kostbare und ehrenvolle Geschenk zu gegebener Zeit einem Museum zu überlassen und hat nun Einsteins Uhr dem Historischen Museum Bern geschenkt.

Ein eindrucksvolles Schauerlebnis bietet auch das kosmologische Theater: In diesem Saal wird das Universum sowohl auf der Zeit- als auch auf der Raumachse durchmessen. Kamerafahrten führen durch die Schönheit des Kosmos, durch Raum und Zeit zurück bis zum Urknall. (Quelle: Longines Uhren Presse)

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Bild: Plakat zur Sonderausstellung «Albert Einstein (1879–1955)» anlässlich des 100. Jahrestags der Relativitätstheorie - Einsteins neue Lehre von der Zeit sowie die zu bewundernde Uhr. (Quelle: Longines Uhren Presse)

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